Ich bestimme selbst.

Ich bestimme selbst –
Teilhabe mit Rechtlicher Betreuung

Manche Menschen brauchen Hilfe, um wichtige Dinge im Leben zu regeln.   
Zum Beispiel bei der Post oder bei Fragen zum Geld.
Dafür gibt es die Rechtliche Betreuung.

Teilhabe durch Rechtliche Unterstützung

Wir sind an deiner Seite.

Eine rechtliche Betreuerin hilft schwierige Dinge zu verstehen und
gute Entscheidungen zu treffen.
Sie oder er darf nur das tun, was wirklich nötig ist
– und nur in den Bereichen, in denen Unterstützung gebraucht wird.

WICHTIG
Alle Entscheidungen werden gemeinsam besprochen.
Deine Wünsche stehen immer im Mittelpunkt und
stärken deine Selbstbestimmung.

Mehr Mitsprache für dich!

Ein Gesetz wurde neu gemacht. Das heißt Reform.
Seit der Reform kannst du noch mehr mitsprechen.
Wichtige Dinge sollen mit dir besprochen werden –
zum Beispiel bei Wohnung, Geld oder Gesundheit.
Deine Wünsche stehen im Mittel·punkt.
Nichts darf ohne dich entschieden werden.
Der rechtliche Betreuer ist für DICH da.

Rechtliche Betreuung – was ist das?

Es gibt Menschen, die brauchen Hilfe bei rechtlichen Dingen.
Vielleicht bei Verträgen oder bei der Bank.
Diese Hilfe bekommt man durch eine Rechtliche Betreuung.
Die Menschen, die jemanden so helfen heißen:
rechtliche Betreuerin oder rechtlicher Betreuer.
Betreuer helfen Menschen:
selbst zu bestimmen, wie sie leben wollen.
Am wichtigsten sind deine Wünsche und dein Wille.

Die Regeln dafür stehen in einem Gesetz.
Dieses Gesetz heißt Bürgerliches Gesetz Buch (BGB).
Im Jahr 2023 wurde das Gesetz neu gemacht.

Die Rechtliche Betreuung bekommt man beim Betreuungs·gericht.

Was ist ein Gericht?
Das Betreuungs·gericht ist ein besonderes Gericht in Deutschland.
Es kümmert sich um erwachsene Menschen.
Diese Menschen brauchen Hilfe bei wichtigen Entscheidungen.
Beim Gericht stellt man einen Antrag.
Das kann die betroffene Person selbst oder andere Menschen machen.
Das Gericht prüft dann:
Braucht die Person wirklich eine Betreuung oder hilft etwas anderes besser?
Dafür spricht das Gericht mit der Person. Das Gericht spricht auch mit einem Arzt.
Der schreibt ein Gutachten.
Darin schreibt der Arzt auf, wie es der Person geht und was sie braucht.
Das Gericht bestellt dann eine Betreuerin.
Außerdem kontrolliert das Gericht die Arbeit des Betreuers.

Rechtliche Betreuung könnt ihr besser verstehen: mit der Betreuungs·pizza.

Menschen brauchen Hilfe

Im Jahr 2023 wurde das Gesetz zur Rechtlichen Betreuung neu gemacht.
Warum?
Menschen mit Rechtlicher Betreuung sollen noch mehr entscheiden können.
Denn es geht um deine Wünsche und dein Leben.

Die Selbstbestimmung wird gestärkt.
Selbstbestimmung heißt:
Du entscheidest über dein Leben.

Seit der Reform steht im Gesetz ein Paragraf § 1821.
Im Bürgerlichen Gesetz Buch (BGB).
Die rechtliche Betreuerin darf nichts ohne dich entscheiden.
Wichtige Dinge müssen immer mit dir besprochen werden.

Rechtliche Betreuung betrifft nie das ganze Leben.
Nur bestimmte Bereiche im Leben brauchen Unterstützung.
Diese Bereiche sind bei jedem Menschen anders.
Dein Wille und deine Wünsche sind am wichtigsten.

Entscheidungs·findung

Entscheidungen zu treffen, ist nicht immer leicht.
Manchmal sind es kleine Fragen: „Was esse ich heute?“
Manchmal sind es große Fragen. Zum Beispiel: „Will ich umziehen und wohin?“

Bei deiner Entscheidung kannst du Unterstützung bekommen.

Unterstützte Entscheidungs·findung heißt:
Du triffst deine Entscheidungen so weit wie möglich selbst.
Eine rechtliche Betreuerin hilft, die Situation zu verstehen.
Sie erklärt, worum es geht. Ihr besprecht zusammen die Vorteile und die Nachteile.
Sie geht auch Schritt für Schritt alle Möglichkeiten durch und
gemeinsam überlegt ihr, wie es weitergehen kann.

Wichtig:
Rechtliche Betreuer dürfen nicht einfach für dich entscheiden.
Dein Wille und dein Wunsch sind entscheidend.

Das Ziel
Du bist gut informiert und kannst sagen: „Das ist meine Entscheidung.“

Andere Vorsorge·möglichkeiten

Neben der Rechtlichen Betreuung gibt es noch andere Möglichkeiten der Unterstützung.

Vorsorge·vollmacht
Mit einer Vorsorge·vollmacht bestimmst du selbst, wer dich vertreten darf, wenn du es einmal nicht mehr kannst.
Zum Beispiel, wenn du krank bist oder einen Unfall hattest.
Du bestimmst, für welche Dinge die Person entscheiden darf.
Die Person heißt Bevollmächtigter.
Wähle eine Person aus, der du vertraust.
Das kann eine Angehörige sein, Freunde oder andere Menschen, die dir nahe stehen.
Wichtig ist, das diese Person zuverlässig ist und deine Wünsche respektiert.

Patienten·verfügung
Mit einer Patienten·verfügung bestimmst du selbst,
welche medizinischen Behandlungen du haben möchtest – oder welche nicht.
Das gilt für Situationen, in denen du einmal nicht mehr selbst sprechen oder entscheiden kannst.

Du kannst die Patienten·verfügung selbst aufschreiben.
Es kann dir auch jemand dabei helfen.
Du legst fest, ob du bestimmte Behandlungen möchtest, zum Beispiel eine Operation oder künstliche Ernährung.

Dein Wille soll gehört werden.
Es ist wichtig, dass deine Wünsche klar und verständlich aufgeschrieben sind.
Ärzte und deine Angehörigen müssen sich daran halten.
Auch die rechtliche Betreuerin muss sich daran halten.

Hilfe bekommst du bei Betreuungs·vereinen, Ärzten oder Notarinnen.
Oder im Internet bei offiziellen Stellen.
Dort gibt es auch Vorlagen in Einfacher Sprache.

Hier geht es zu den Broschüren

Wenn etwas nicht passt

Auch bei einer Rechtlichen Betreuung kann es Probleme geben.
Vielleicht fühlst du dich nicht gut unterstützt.
Oder du hast das Gefühl, dass deine Wünsche nicht ernst genommen werden.

Dann hast du das Recht, dich zu beschweren.
Zuerst kannst du mit deiner rechtlichen Betreuerin oder deinem rechtlichen Betreuer sprechen.
Wenn das nicht hilft, kannst du dich beim Gericht melden.
Das Gericht prüft, ob alles richtig läuft.

Auch Betreuungs·vereine und Beratungs·stellen helfen dir, wenn du unzufrieden bist.
So bist du nicht allein.
Deine Rechte bleiben geschützt – und du wirst gehört.

Hier geht es zu den Formularen

Du hast noch Fragen?

Melde dich bei uns!

Selbstbestimmtes Leben mit Rechtlicher Betreuung

Wir sind da –
Gemeinsam geht’s!

Deine Rechte
wahrnehmen

Wichtige
Dinge regeln

Entscheidungen
treffen

Den Überblick
behalten

Entscheidungen
treffen

Im Leben müssen wir viel entscheiden.
Zum Beispiel:
Soll ich in dieser Wohnung bleiben? Oder: Wie gehe ich mit meinem Geld um?
Eine Rechtliche Betreuung unterstützt dich dabei, gute Entscheidungen für dein Leben zu treffen. Wir erklären dir deine Möglichkeiten, hören dir zu und überlegen mit dir.

 

Wichtig:
Deine Wünsche stehen im Mittelpunkt. Gemeinsam finden wir den Weg, der zu deinem Leben passt.

Deine Rechte
wahrnehmen

Rechte stehen dir zu und schützen dich: Sie helfen dir, über dein Leben selbst zu bestimmen.
Du hast viele Rechte – aber manchmal ist es schwer, sie wirklich zu bekommen. Eine Rechtliche Betreuung hilft dir dabei. Auch wenn du eine Rechtliche Betreuung hast, bleiben deine Rechte bei dir.

 

Ein Beispiel:
Du hast das Recht, selbst zu entscheiden, wo du wohnen möchtest. Oder welcher Arzt dich behandelt.

Den Überblick
behalten

Bei einer Rechtlichen Betreuung werden viele wichtige Dinge besprochen und entschieden.
Damit nichts verloren geht, schreiben wir alles gut auf, auch deine Wünsche: So wissen alle, was vereinbart wurde.
Das Gericht bekommt regelmäßig einen Bericht und prüft, ob die rechtliche Betreuerin alles richtig macht.

 

Wichtig:
Deine Wünsche und dein Wille sind dabei die Richtung für unseren gemeinsamen Weg.

Wichtige
Dinge regeln

Im Alltag erledigen wir viele wichtige Sachen, damit es keine Probleme gibt.
Eine Rechtliche Betreuung hilft dir, diese Aufgaben zu verstehen und zu regeln: zum Beispiel Miet·verträge, Rechnungen oder Briefe von Ämtern und Banken.
Wir prüfen alle Papiere mit dir. Wir stellen Fragen beim Amt und achten darauf, dass Rechnungen bezahlt werden.

 

Wichtig:
Wir besprechen alles gemeinsam.

 

Erfahre mehr über Themen und Projekte

Aktuelle Neuigkeiten

Rechtliche Betreuung
in Einfacher Sprache

Wie gelingt die Reform des Betreuungs·rechts verständlich und praxis·nah?

Die Betreuungs·vereine testen an acht Stand·orten neue Wege zur Vermittlung des Betreuungsrechts – mit Materialien in Einfacher Sprache, Schulungen und Vorträgen für alle.

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Rechtliche Betreuung in Einfacher Sprache

Das Betreuungs·recht verständlich erklärt

Wir wollen Menschen mit Behinderungen und Betreuungs·erfahrung stärken. Wir wollen die Rechtliche Betreuung als Unterstützungs·instrument für Erwachsene sichtbar und verständlich machen. Und Menschen den Zugang zu wichtigen Informationen erleichtern.

Wir sind davon überzeugt, dass:
• gute Information
• Zeit zum Nachdenken
• verschiedene Möglichkeiten kennen
• Hilfe erhalten, wenn sie benötigt wird
maßgeblich sind, um Rechtliche Betreuung entlang der Wünsche der betreuten Person zu ermöglichen.
Wer gut versteht – kann gut informiert selbstbestimmte Entscheidungen für sein Leben treffen.

Modellstandorte – Betreuungsvereine der verbandlichen Caritas

An acht Modell·standorten erproben Betreuungs·vereine der verbandlichen Caritas neue Konzepte, um die Reform des Betreuungs·rechts niedrigschwellig zu vermitteln.
Gemeinsam entwickeln wir Materialien in Einfacher Sprache, Schulungskonzepte und Vorträge.

Die Webseite ist im Rahmen des Projekts „Information, Aufklärung, Stärkung von Menschen mit Behinderung zur Reform des Betreuungsrechts 2023″ entstanden. Das Projekt wurde von Aktion Mensch gefördert. Das Projekt ist mittlerweile abgeschlossen – die Webseite soll jedoch weiter wachsen. Sie soll ein lebendiger Ort sein – und das Betreuungs·recht verständlich und zugänglich machen.

Projektteilnehmende
Göbel Jürgen | SKM im Bodenseekreis

Jürgen Göbel
SKM im Bodenseekreis

Gödeke Ulrike | SKM-Diözesanverein Freiburg

Gödeke Ulrik
SKM-Diözesanverein Freiburg

Hoffe Bettina | Caritasverband für das Bistum Aachen

Hoffe Bettina
Caritasverband für das Bistum Aachen

Janzen Christian | Caritasverband für die Diözese Hildesheim
Koolmann Sarah | Caritasverband für das Erzbistum Paderborn

Koolmann Sarah
Caritasverband für das Erzbistum Paderborn

Koolmann Stephan | Caritas Wohn- und Werkstätten Paderborn
Sumkowski Ina | SkF Brilon
Nentwig Brigitte | Caritasverband für das Erzbistum Berlin

Nentwig Brigitte
Caritasverband für das Erzbistum Berlin

Öchsler Ulrich | SKM Bruchsal
Pfitzmann Nicole | Caritas Betreuungsverein Potsdam

Pfitzmann Nicole
Caritas Betreuungsverein Potsdam

Schmatolla Sabine | SkF Aschaffenburg

Schmatolla Sabine
SkF Aschaffenburg

Siebler Heiko | SKM Landkreis Karlsruhe
Christina Hess | SKM Kreis Viersen
Zachej Sanna | SKM Bundesverband

Zachej Sanna
SKM Bundesverband

Züger Martina | SKM Bundesverband

Züger Martina
SKM Bundesverband

Sie haben Fragen? Melden Sie sich gern:

Sanna Zachej
Arbeitsstelle Rechtliche Betreuung
DCV, SkF, SKM
Sternstr. 71-73
40479 Düsseldorf
Telefon: 01 76 11 51 20 95
E-Mail: zachej@skmev.de

Die Betreuungs·pizza

Ein Projekt für mehr Verständlichkeit in der Rechtlichen Betreuung

Die Betreuungs·pizza aus Holz erklärt das System der Rechtlichen Betreuung leicht verständlich und barrierefrei – mit Piktogrammen zum Anfassen.

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Die Betreuungs·pizza

Ein Projekt für mehr Verständlichkeit in der Rechtlichen Betreuung

Unsere Betreuungs·pizza aus Holz soll alle Menschen unterstützen, das System der Rechtlichen Betreuung besser zu verstehen. Die Pizzastücke machen mit Piktogrammen die verschiedenen Bereiche einer Rechtlichen Betreuung be-greifbar. Wichtige Botschaft: Von einer Rechtlichen Betreuung ist nie das ganze Leben betroffen – immer nur einzelne Bereiche. Und diese Bereiche können sich jederzeit ändern. Für jeden Menschen mit einer Rechtlichen Betreuung sieht der Pizzabelag also anders aus.

Teilhabe in der Rechtlichen Betreuung

Entstanden ist die Betreuungs·pizza in einem Projekt des SKM Bundesverbands. Es heißt: „Menschen mit Behinderung und Betreuungserfahrung stärken und informieren“. Alle Menschen im Projekt arbeiten bei der Caritas, dem Sozialdienst katholischer Frauen oder dem SKM. Gefördert wird es von der Aktion Mensch.
Ein Fragebogen hat uns gezeigt, dass viele Menschen wenig über Rechtliche Betreuung und die verschiedenen Aufgabenbereiche wissen. Das ist schade: Denn nur, wenn ich etwas weiß und verstehe, kann ich handeln und teilhaben.

Menschen mit Handicap fertigen die Betreuungspizza

Hergestellt wird die Betreuungs·pizza in der CBW – Caritas Betriebs- und Werkstätten GmbH in Eschweiler-Weisweiler. Das ist ein integrativer Betrieb, in dem viele Menschen mit Handicap arbeiten. Die Menschen vor Ort haben aktiv an der Betreuungs·pizza mitgearbeitet: Sie haben Materialien und Piktogramme getestet und den Aufbewahrungsbeutel gestaltet. Ein beiliegendes Booklet erklärt die Bedeutung der einzelnen Pizzastücke und gibt sprachliche Hinweise für ihren Einsatz in Einfacher Sprache. Wir sind stolz auf diese wunderbare Zusammenarbeit und haben selbst viel gelernt.

Einsatzorte

Die Betreuungs·pizza lässt sich vielerorts einsetzen.
Immer dort, wo Rechtliche Betreuung erklärt, verstanden und gemeinsam gestaltet werden soll:
• Betreuungsvereine – zur Erklärung in Beratungsgesprächen, Vorträgen, Schulungen oder zur Sensibilisierung
• Betreuungsbehörden – als anschauliches Modell für Einzelberatungen und Informationsveranstaltungen
• Betreuungsgerichte – zur niedrigschwelligen Kommunikation mit Betroffenen und Angehörigen
• Werkstätten und besonderen Wohnformen – um Wissen über Teilhabe und Selbstbestimmung zu fördern

Wir sind davon überzeugt, dass gute Informationen maßgeblich sind, um Rechtliche Betreuung entlang der Wünsche der betreuten Person zu ermöglichen. Wer gut versteht, kann selbstbestimmte Entscheidungen für sein Leben treffen.

 

Betreuungs·pizza© – entwickelt im Rahmen eines Projekts des SKM Bundesverbands, hergestellt in inklusiver Zusammenarbeit.
Die Betreuungs·pizza© kann über den Webshop der Arbeitsstelle Rechtliche Betreuung von DCV, SkF und SKM bestellt werden.
Link: Webshop der Arbeitsstelle Rechtliche Betreuung

 

Einfache Sprache
in den sozialen Medien

Alle Menschen sollen uns besser verstehen

Auf unseren Social-Media-Kanälen sprechen wir in Einfacher Sprache über Teil·habe. Damit uns alle Menschen besser verstehen.

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Einfache Sprache in den sozialen Medien

Alle Menschen sollen uns besser verstehen

Auf unseren Social-Media-Kanälen sprechen wir in Einfacher Sprache über Teil·habe. Damit uns alle Menschen besser verstehen. So können wir noch mehr Menschen in den sozialen Medien erreichen – und noch mehr verschiedene Menschen.
Denn viele Menschen mit Behinderungen sind in den sozialen Netzwerken unterwegs – weil sie sich dort gut mit anderen austauschen können.

Zum Beispiel Natalie Dedreux, die im fluter, dem Magazin der Bundes·zentrale für politische Bildung, sagt: „Social Media sind wichtig, damit ich gesehen werde. Damit Menschen mit Behinderung gehört werden. Wir gehören dazu. Wir sind wichtig.“ [fluter, Magazin der Bundes·zentrale für politische Bildung, Nr. 90/2024]

Social-Media-Kacheln in Einfacher Sprache

In unserem Projekt der Aktion Mensch haben wir viele Kacheln für die sozialen Medien erstellt. Kacheln sind Fotos mit Texten oder Zitaten in den sozialen Netzwerken. Veröffentlicht haben wir diese auf Facebook und Instagram, zwei großen sozialen Netzwerke mit vielen Nutzern.

Sanna Zachej, Referentin für Rechtliche Betreuung beim SKM Bundesverband, sagt: „Teilhabe in der Rechtlichen Betreuung beginnt bei uns. Einfache Sprache hilft beim Verstehen. Und wer versteht, kann gut entscheiden. Besonders die Dinge des eigenen Lebens.“ Und Brigitte Nentwig vom Betreuungs·verein des Caritas·verband im Erz·bistum Berlin, ergänzt: „Wir brauchen Einfache Sprache: Das Leben ist schon kompliziert genug für Menschen mit Handicap.“

Nicht nur Menschen mit Behinderungen verstehen uns besser, sondern alle

Wir schreiben in Einfacher Sprache, trennen Wörter mit dem Medio·punkt und nutzen Alternativ·texte und zusätzliche Bild·beschreibungen in Social Media. Dabei folgen wir dem Grund·satz: so barrierearm wie möglich.
Digitale Inhalte können nie vollständig barriere·frei sein, weil sich die Bedürfnisse verschiedener Gruppen häufig widersprechen. Wir versuchen, die Hindernisse für alle Nutze*innen zu verringern und damit den Nutzen für alle zu vergrößern.
All das macht mehr Arbeit. Das groß·artige Ergebnis: Nicht nur Menschen mit Behinderungen verstehen uns besser, sondern alle!

Eigen·ständiger Zugang ist wichtig

Studien zeigen: Viele erwachsene Menschen in Deutschland können nicht gut lesen und schreiben – 40 Prozent der Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahren. Das sind etwa 21 Millionen Menschen, eine große Zahl.
Sie alle sollen ohne fremde Hilfe an Informationen im Internet kommen. Das bedeutet, digitale Informationen sollten
• auffindbar
• zugänglich und
• nutzbar sein
Der eigen·ständige Zugang ist essenziell: „In einer Informations·gesellschaft ist dies Voraussetzung für Teil·habe.“ [Christiane Maaß/Isabel Rink: Handbuch Barrierefreie Kommunikation, Berlin 2020, S. 24]